Japan

Familie Berns

Wir, Reinhard und Ulrike Berns, sind bereits seit 1981 Missionare der Allianz-Mission in Japan. Unsere beiden Söhne Johannes und Lukas sind in Japan aufgewachsen und leben heute in Sapporo bzw. Tokyo. In dieser Zeit haben wir eine Gemeinde in Okazaki im Osten der Millionenmetropole Nagoya gegründet. Seit 2002 gilt unser ganzes Engagement dem Gemeindeaufbau in Inazawa nordwestlich von Nagoya.

Inazawa liegt im Großraum Nagoya, in der Mitte zwischen Tokyo und Osaka – einem Ballungszentrum mit mehreren Millionen Menschen und mit viel Autoindustrie durch die Toyota-Werke. Inazawa (140.000 Einwohner) ist eine sehr traditionelle Stadt und geprägt von einem großen shintoistischen Schrein. Jedes Jahr im Februar findet das große shintoistische Nacktenfest statt, um die Teilnehmer von Bösem zu befreien. Die meisten Japaner sind gleichzeitig Shintoisten und Buddhisten, und sie praktizieren Ahnenkult.

In Inazawa gibt es bislang nur vier Gemeinden mit insgesamt weniger als 100 Mitgliedern. Erste missionarische Aktivitäten begannen vor fast 30 Jahren durch eine Nachbargemeinde. 2002 haben wir die kleine zehnköpfige Gruppe übernommen; inzwischen hat die Gemeinde etwa 40 Mitglieder. Unser Ziel ist es, die Stadt flächendeckend für Jesus zu erreichen. Dafür wäre in jedem Schulbezirk der Stadt eine Gemeinde nötig – es gibt 23 Grundschulen, also 23 Schulbezirke.

Innerhalb unserer Gemeinde sieht unsere Arbeit so aus: Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen, Kindergruppen für verschiedene Altersstufen, wöchentliche Bibelgruppen, Bibel- und Taufkurse. Café, Handarbeitskreis, Deutsch- und Englischklassen, Mutter-und-Kind-Kreis, Kinderclub, Konzerte, Offenes Haus mit Waffelverkauf bei Stadtfesten sind dazu gedacht, Menschen der Stadt zu erreichen.

Ein besonderes Anliegen ist es uns, Kleingruppen und Hauskreise zu gründen. Japanische Christen leben oft allein als Christ in ihrer Familie und brauchen viel Ermutigung. Die Gute Nachricht von Jesus Christus ist noch immer so wenig bekannt in Japan. Das ist eine große Herausforderung für die Gemeinden im Land.

Aktuell beschäftigen uns zwei Themen besonders. Zum einen gibt es in Japan einen großen Mangel an Familien für Pflegekinder. Ein Gemeindemitglied engagiert sich in diesem Bereich und sucht Mittel und Wege, um mehr tun zu können. Zum anderen entstand in Anbindung an unsere Gemeinde das Jugendzentrum HOPE in Inazawa. Als gemeinsames Projekt unserer Gemeinde und des japanischen Gemeindebundes, soll es nun eine eigenständige Gemeinde besonders für junge Leute werden.


Kontakt:
reinhard.berns@gmail.com

Homepage der Gemeinde in Inazawa:
http://www.inazawa-church.com